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Sommerexkursion nach Weinsberg

Exkursion nach Weinsberg

Heimatfreunde besuchten „Weinsberg“

Am Donnerstag dem 14. Juli stand unsere Sommerexkursion auf dem Programm.
Als Ziel hatten die Organisatoren Erich Siegele und Harald Schwer das Schwäbische Städtchen „Weinsberg“ ausgesucht. Um 8,00 Uhr starteten 50 erwartungsvolle Heimatfreunde mit der Stadtbahn Richtung Württemberg. Dunkle Wolken begleiteten uns bis Weinsberg, doch der Regenschirm sollte an diesem Tage keine Chance für einen Einsatz bekommen.
Zunächst machten wir einen kurzen aber steilen Aufstieg zur sagenumwobenen Ruine Weibertreu.
Die Aussicht auf das Städtchen, das Heilbronner Becken und die Löwensteiner Berge waren großartig.
Bei einer Führung durch die alte Wehranlage erfuhren wir einiges über den geschichtlichen und baulichen Werdegang. Natürlich gedachte man auch der treuen Weinsberger Frauen die ihre Männer zu Tal trugen um sie vor dem drohenden Tod zu retten. Ob nun jede auch ihren Eigenen hinuntertrug?!
Nach der Besichtigung der Burgruine, am Fuße des Berges angekommen, gab es gleich das nächste Erlebnis; eine Führung durch das Kernerhaus einer Gedenkstätte und Museum von Justinus Kerner.
Kerner war als Arzt, Dichter, Schriftsteller, Maler und anderes mehr, eine vielseitige Persönlichkeit.
Anhand zahlreicher persönlicher Gegenstände welche sich im Kernerhaus befinden, sind Kerners Lebensstationen dokumentiert, die uns der Führer Dr. Liebig in netter und spritziger Art und Weise näher brachte.
Zwischenzeitlich war die Mittagszeit angebrochen und wir machten uns auf den Weg zu unserem Speiselokal dem „Postwirt“. Vorbei ging es an der „Johanneskirche“, aber nicht, ohne noch einen Blick ins innere der evangelischen Stadtkirche von Weinsberg zu werfen. Im Jahre1215 in Spätromanischer Baukunst begonnen, wurde bis zum Jahre 1340 an der Stauferkirche gebaut und dabei hat jede Generation ihre Spuren hinterlassen.
Nach ausgiebiger Mittagspause und Diskussion über die morgendlichen Eindrücke, ging es zum „Staatsweingut“ von Weinsberg.
Bei einer Führung durch die Kellereianlagen bekamen wir den Weg der Trauben von der Anlieferung bis zum köstlichen Verzehr gezeigt.
Das Herzstück lag dann in 20 Meter Tiefe. Dort sind in sogenannten „Barrique-Fässer“ Weine gelagert die einem schon beim Ansehen den Blutdruck in die Höhe treiben.
Das Staatsweingut von Weinsberg (1868 gegr.) ist die älteste Schule für Weinanbau in Deutschland.
Während der Führung gab es hier und da mal ein feines Probiererle von Wein, Sekt und Schnaps was die ohnehin gute Stimmung noch mehr anhob.
Nun war es aber wieder an der Zeit die Wendung zum „Badischen Ländle“ zu nehmen. Mit vielen neuen Eindrücken kamen wir gegen 19,00 Uhr, nach einem erlebnisreichen Tag, einigermaßen Müde in unserer „Grötzinger Heimat“ an.

H.S.



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