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Großvillars 13.10.11

Exkursion nach Großvillars am 13. 10 2011

In Großvillars hat sich der Kreis geschlossen.

„Auf den Spuren der Waldenser“, war das Thema unserer Herbstexkursion am Donnerstag dem 13. Oktober 2011.
Im vergangenen Jahr waren wir auf den Spuren der Hugenotten in Friedrichstal und nun auf den Spuren der Waldenser in Großvillars. Wir wollten die Geschichte der Glaubensflüchtlinge im Zusammenhang erfahren.
Um 9,00 Uhr fuhren 48 Heimatfreunde mit der Stadtbahn bis Oberderdingen und dann mit dem Bus nach Großvillars. Hier wurden wir gleich von dem ehemaligen Ortsvorsteher Herr Heini Strobel in Empfang genommen.
Die Führung von Herrn Strobel begann in der kleinen Ortskirche welche im Jahre 1752 erbaut wurde.
Die Anhänger von Petrus Valdes aus Lyon, der um 1170 eine Bewegung von Wanderpredigern gegründet hatte, bezeichnete die katholische Kirche mit dem Namen „Waldenser“. Sie selbst nannten sich „die Armen Christi“.
Die Waldenser wurden Jahrhunderte lang von der römischen Kirche als Ketzer verfolgt.
Herr Strobel schilderte im lebhaften Dialekt, die Herkunft und den langen Leidens- und Ausweisungsweg der meisten, der etwa 200 waldensischen Glaubens-Flüchtlinge die 1699 vor den Toren Derdingens erschienen und aus der Region Villar im Chisonetal des heutigen Piemont kamen.

Nach diesen einleitenden Worten von Herrn Strobel und Besichtigung der Kirche gingen wir ca. 10 Min. zu Fuß bis zum Waldenserhäusle. In dem Museumsgebäude, welches vom Bürgerverein Großvillars saniert und 2005 eingeweiht wurde, sind in verschiedenen Räumen Zeittafeln, Bilder und Gegenstände über die verschiedenen Ereignisse zu sehen sowie auch Orts- und Kirchengeschichte.
Nach eingehender Besichtigung und Fragen über dieses und jenes an Herrn Strobel, ging es anschließend weiter zu dem neu errichteten Backhäusle von Großvillars.
Mit dem Backhaus will der Bürgerverein an eine alte Tradition anknüpfen.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde es zur Pflicht gemacht öffentliche Backhäuser einzurichten um die Brandgefahr zu mindern und Brennmaterial einzusparen.
Herr Strobel schwelgte mit sichtlichem Vergnügen in Erinnerung, als er uns kund tat wie all das von uns betrachtete entstand.
Nach diesen geschichtsträchtigen Eindrücken war die Zeit für eine Stärkung gekommen und das kann man in Großvillars am besten im Gasthof Kelterhof. Bei schwäbischem Rostbraten mit Spätzle und einem guten Viertele, danach ein Stückchen hausgemachter Bienenstich, war das für uns ein Ort der Geselligkeit in harmonischer Atmosphäre und der krönende Abschluss unserer Herbstexkursion.

Um 16,00 Uhr ging unser kleiner Ausflug nach Großvillars am Grötzinger Bahnhof zu Ende.
Das Organisationsteam bedankt sich bei den mitgereisten Heimatfreunden für diesen wunderschönen und harmonischen Ausflugtag.





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