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 | Schwetzinger Schloß 5.5.11 |
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Exkursion zum Schwetzinger Schloß
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Ein Besuch in der Residenz von Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn.
Zum Jahresabschluss machten sich am Donnerstag dem 27. Oktober, bei herrlichem Herbstwetter, 40 Heimatfreunde auf zu einer Halbtagsexkursion. Unser Interesse galt dieses Mal dem Schloss Bruchsal. Nach kurzer Stadtbahnfahrt und einigen Minuten zu Fuß standen wir auch schon vor der imposanten Schlossanlage. Die Grundsteinlegung für das Schloss war 1722, das war mit das Erste was wir nach einer besonderen Begrüßung des Leiters der Abteilung Kultur Herr Thomas Adam, erfuhren. Herr Adam hatte uns schon bei seinem Vortrag über den Kraichgau im Frühjahr diesen Jahres in der Begegnungsstätte begeistert und er ließ es sich nicht nehmen uns als Einleitung zur anstehenden Schlossführung einige Hintergrundinformationen zur Geschichte, dem Schlossgebäude, den Fürstbischöfen und anderem zu geben. Interessiert lauschte die Gruppe danach der Schlossführerin. Die Führung begann im Gartensaal und hier sieht man auch noch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Wir erfuhren, dass der 1719 zum Fürstbischof gewählte Damian Hugo von Schönborn, als Erbauer des Schlosses, sparsam haushalten musste. Seine Verwandten und auch seine eng vertraute Markgräfin Sibylla Augusta überließen ihm ihre Baumeister jeweils für eine gewisse Zeit. Somit hatte die Schlossanlage eine große Zahl unterschiedlicher Planer und dennoch zeigt das gesamte Bauwerk eine sehr einheitliche Gestaltung. Weiter ging es in das Laubenzimmer mit der Laubenmalerei und den Landschaftsbildern in der Sockelzone. Im Treppenhaus erfuhren wir, dass ab 1728 der berühmte Baumeister Balthasar Neumann die oberste Bauleitung übernahm und er war es auch der 1731 das Treppenhaus vervollkommnete und zu einer der großen Raumschöpfungen des deutschen Barock machte. Beim Obergeschoss angekommen zeigt sich der prachtvolle Kuppelsaal mit seinen herrlichen Malereien und Freskos. Danach ging es zum Fürstensaal in welchem die Wände mit viel Stuckmarmor verziert sind. Im anschließenden Marmorsaal sieht man ein Wechselspiel aus echtem Marmor und Stuckmarmor. An der Decke sind Gemälde mit zahlreichen Figuren die dem Betrachter, je nach Standpunkt im Raum, schräg oder gerade stehend erscheinen und man sieht dabei welch illusionistisches Können der Freskenmaler Johann Zick beherrschte. Unsere Führung endete wo sie begann, im Gartensaal. Alle Exkursionsteilnehmer waren tief beeindruckt über die barocke Prachtentfaltung und man konnte fasst nicht glauben, dass das Gesamtensemble im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, aber eine architektonische Glanzleistung des Landes Baden-Württemberg schaffte diese herausragende Rekonstruktion.
Wir waren hier und haben sie gesehen, Damian Hugo von Schönborns „Lebens Arbeydt“.
Ein gemütliches Beisammensein im Schlosskaffee sorgte für einen harmonischen Ausklang unserer Halbtagsexkursion, bevor wir nach einem erlebnisreichen Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise antraten. H.S.
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