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Bilderausstellung von "Harald Schwer"

Eröffnungsrede zur Vernissage

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
wir feiern heute eine besondere Premiere. 44 Jahre nach Gründung der Heimatfreunde zeigt unser Vorstandsmitglied Harald Schwer, als erstes Vorstandsmitglied der Heimatfreunde seine künstlerischen Arbeiten. Aquarelle und Pastelle, in unseren Vereinsräumen. So ein Ereignis gab es noch nie.
Bei seinen Arbeiten fällt auf, dass in den Landschaften kein Mensch oder Tier zu sehen ist, bei seinen Blumenaquarellen konzentriert er sich ganz auf die Pflanze, kein Beiwerk wird geduldet.
Aus allen Werken spricht eine tiefe Verbundenheit zur Heimat, zu Grötzingen; genau wie bei Gustav Kampmann, der die gleiche Umgebung gemalt und gezeichnet hat und die Stimmungen der Landschaft in seinen Bildern gezeigt hat, manchmal etwas unheimlich und duster.
Im Gegensatz dazu ist die Landschaft bei Harald Schwer heiterer und offener. Sie verführt uns richtig zum Wandern entlang der Wege und Wiesen.
Die Beschränkung auf die Heimat zwischen den Eckpunkten Turmberg - Hopfenberg und Baggersee weist Harald Schwers intensive Auseinandersetzung mit der heimischen Landschaft hin. Auch andere Künstler liebten ihre Heimat und waren ihr verbunden. Von Gottfried von Schadow und Theodor Fontane, die beide Freunde waren, erzählt man sich folgende Geschichte. Ihre gemeinsame Liebe für die Mark Brandenburg verband sie. Sie waren glücklich, wenn einer dem anderen eine besondere Idylle zwischen Havel und Spree zeigen konnte. Als sie auf die damals so beliebt gewordenen Romreisen zu sprechen kamen, meinte Schadow: Ich bin nicht für Italien und die Bäume gefallen mir nun schon gar nicht. Immer diese Pinien und Pappeln! Die einen sehen aus wie aufgeklappte Regenschirme und die anderen wie zugeklappte.
In unserer Heimat ist es nicht so einfach. die Natur zeigt sich dem Betrachter und dem Künstler vielfältiger. Für den Künstler ist unsere Natur eine Herausforderung, die im Bild bewältigt werden muß, die höchste Ansprüche an seine Kreativität stellt.
Gerade das ist es, was Harald Schwer bei seinen Arbeiten reizt: die Beherrschung der Naturformen in Aquarell und Pastell.
Betrachten sie sich die Blätter genau, versenken sie sich in die Bilder, gehen sie darin spazieren - kein Mensch und kein Tier stört sie.
Der große Romantiker unter den Malern Carl Spitzweg schrieb;
Im Schaffen nur find Freud und Glück,
Lass kein Müh´dich reuen!
Und was du schufst, blickst einst zurück,
soll andere stets erfreuen.
Und das ist heute Harald Schwer mit einem kleinen Ausschnitt aus seinem künstlerischen Schaffen gelungen.
Danke!

Volker Hooß

Rede von Harald Schwer

Liebe Heimatfreunde, liebe Gäste, liebe Freunde

ich möchte sie, euch, zur Eröffnung meiner Ausstellung recht herzlich begrüßen.

Ich freue mich über die Gelegenheit meine Bilder hier in diesen (ich möchte fast sagen) „heiligen Räumen der Heimatfreunde Grötzingen“ präsentieren zu dürfen.

Dafür möchte ich mich bei meinen Vorstandskolleginnen u. Kollegen, welche mich dazu ermuntert haben, recht herzlich bedanken.

Besonderst herzlich möchte ich mich bei Herrn Hooß für die schöne Eröffnungsrede bedanken.

Vielen Dank auch meinen beiden Kolleginnen, Frau Elisabeth Habel und Christel Volz,
die mir zur Eröffnungsfeier mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Nun, seit meiner ersten Ausstellung 1995 im Rathaus Karlsruhe, habe ich bisher meistens nur
bei Gruppenausstellungen teilgenommen.

Umso mehr freue ich mich, einmal alleine eine Ausstellung durchführen zu dürfen.

Ich malte früher immer nur Aquarellbilder, aber die Pastellbilder vom verstorbenen Grötzinger Künstler Herr Sommer, haben mich immer so fasziniert und inspiriert, dass ich mich seit 3-4 Jahren auch mit dieser Maltechnik versuche.

Wie sie bestimmt schon gesehen haben male ich gegenständlich, die Motive sind überwiegend Landschaften unserer Heimat und meine Bilder sind ohne Titel.

Nicht, dass ich mir beim malen nichts dabei gedacht hätte, aber ich überlasse es dem Betrachter, die Gemälde auf sich wirken zu lassen und sich selbst Gedanken über das Motiv sowie das „Was es ist“, „Wo es ist“ und „Wie es ist“ zu machen.

Ich habe keine Kunst studiert, ich bin Autodidakt und habe somit auch keinen schulischen Werdegang zu erzählen deshalb kann ich meine Rede auch etwas kürzer gestalten.
Ich möchte sie jetzt zu einem kleinen Umtrunk einladen und mit ihnen auf meine Ausstellung anzustoßen.
Dann wünsche ich ihnen noch viel Freude beim betrachten meiner Bilder.

Vielen Dank.


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