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Kinderferienprogramm 2011

Es muss nicht immer Schule sein
Ein Ferientag mit den Heimatfreunden
Die drei Organisatoren für das Kinderferienprogramm der Heimatfreunde Grötzingen, Elisabeth Habel, Christel Volz und Harald Schwer trauten ihren Augen nicht; vierzehn Kinder wollten dabei sein als es hieß: „Es geht in die Druckerei“. Beim Treffpunkt am Rathausplatz waren alle voller Erwartung; wo wird es hingehen? Was werden wir machen? Aber es war keine Zeit für große Überlegungen denn schon kam der Bus der uns nach Durlach brachte. Einige Schritte quer rüber zur Karlsburg und schon standen wir vor der Tür zum Druckereimuseum.
Hier empfing uns Herr Bernd Pfattheicher, der Grötzinger „Meister der schwarzen Kunst“ (Druckkunst).
Als sich die Tür zur historischen Druckerei öffnete und die Kinder die alten Druckgeräte und Maschinen sahen war das Interesse auf dem Höhepunkt. Was ist das? Wie funktioniert das? und was macht man mit dem und mit diesem? ; Fragen über Fragen. Herr Pfattheicher erzählte zuerst wie Johannes Gutenberg im Jahr 1450 das Drucken mit beweglichen Lettern erfand. Dann erfuhren die Kinder einiges über die Funktion der im Museum befindlichen Geräte, dass ein Kasten mit Setzbuchstaben 125 Fächer für verschiedene Buchstaben hat und ein guter Setzer bis 1500 Buchstaben in einer Stunde setzen konnte. Herr Pfattheicher erklärte den Gebrauch der Setzlehre, die Verteilung der Lettern in den Setzkästen, den Einsatz von Leerzeichen und anderes mehr. Nach dieser Einführung war die Zeit gekommen, dass die Kinder selbst tätig werden durften. Zuerst wurde Papier geschnitten und dann an der alten Handdruckmaschine Farbe aufgetragen. Jetzt ging es an den Setzkasten wo jeder seinen Namen mit Einzelbuchstaben welche in Spiegelschrift waren, in eine Lehre, seitenverkehrt einsetzen musste. Zum Abschluss druckte jedes Kind selbst ein Zertifikat über die Teilnahme beim Druckereibesuch mit seinem Namen. Alle waren beeindruckt und bedankten sich bei Herrn Pfattheicher für die Menge neu Gelerntes und zwar nicht nur aus Büchern, sondern durch eigene Anschauung und praktische Arbeit. Die Zeit war gekommen um tschüss zu sagen denn in der Heimat wartete bei der „Eismarie“ der genüssliche Abschluss des Tages.
Schnell ging es; und schon standen die Kinder vor dem Eisstand. Nein, nein hieß es; hier seid ihr nicht richtig! wir gehen zur Produktionsstätte des Familienunternehmens Scheidt „Eismarie“ und wollen sehen wie das Eis, welches wir verzehren, hergestellt wird. Frau und Herr Scheidt erwarteten uns schon und gleich ging es zur Sache. Welches Eis hergestellt wird wurde noch nicht verraten das blieb zunächst noch ein Rätsel. Sogleich ging Bruno Scheidt ans Werk. Frau Scheidt erklärte uns die Eisherstellung, dass Zutaten gewogen und gemessen werden, die Milch auf 80°C erhitzt und sofort auf nur 4°C abgekühlt wird und erst jetzt die vermengte Masse in die Eismaschine gegeben wird und auf Minus 18°C runter gekühlt wird. Noch immer wusste man nicht was für ein Eis zubereitet wird denn die Masse war hell und man dachte so an Vanille, Banane oder Joghurteis. Aber weit gefehlt; jetzt kam Herr Scheidt mit einem Becher warmer Kuvertüre und erklärte zu aller Überraschung, dass es ein Stracciatella-Eis gibt. Kaum war das Eis fertig ging es ran ans Probieren, und so manch Einer holte sich den einen oder anderen Nachschlag. Und die Eltern die gekommen waren ihre Kinder abzuholen durften das köstliche Eis auch probieren dabei waren alle der einhelligen Meinung: Super lecker! Von den Heimatfreunden gab es noch einen Eisgutschein obendrauf, die Kinder bedankten sich und fanden: „Das war ein toller Ferientag“

Harald Schwer







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